Fachanwaltskanzlei Alte Elbgaustraße

Kosten

Der Rechtsanwalt ist hochverehrlich, obwohl die Kosten oft beschwerlich
(Wilhelm Busch)
Diese Befürchtung haben Sie vielleicht zunächst, wenn Sie an eine anwaltliche Beratung denken. Das stimmt nur bedingt. Natürlich arbeiten auch wir nicht umsonst, aber wir bieten Ihnen unsere Leistungen zu fairen Bedingungen an und sorgen für Kostentransparenz.
 
Die Gebühren für die anwaltliche Beratung und Tätigkeit richten sich üblicherweise nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Es regelt die Kosten für die außergerichtliche und gerichtliche Tätigkeit üblicherweise nach dem Wert der jeweiligen Angelegenheit.

Für die Beratung treffen die Rechtsanwälte gegebenenfalls mit den MandantInnen eine individuelle Vereinbarung, das gilt insbesondere für das erste Gespräch. Die Vergütung kann so z.B. auch als Stundensatz- oder als Pauschalhonorar vereinbart werden.
 
Wir halten Sie über die entstehenden Kosten im gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren stets auf dem Laufenden und beantworten Ihre Fragen diesbezüglich gern und umfassend.
 
Wenn Sie eine Rechtschutzversicherung abgeschlossen haben, kann diese die Gebühren für die anwaltliche Tätigkeit voll oder teilweise übernehmen.

Im gerichtlichen Verfahren kann unter Umständen die Beantragung von Prozess- oder Verfahrenskostenhilfe in Betracht kommen.

Sprechen Sie uns gerne an.

Die Erstberatung soll einen allerersten Überblick über die rechtlichen Fragen geben, die Sie haben. Eine ausführliche Bearbeitung, z.B. eine komplette und detaillierte Unterhaltsberechnung oder der Entwurf eines Testaments,  ist damit nicht verbunden, in der Regel auch nicht die Ausarbeitung eines schriftlichen Vermerks.

Die Dauer der Erstberatungsgespäche ist unterschiedlich und wird natürlich durch Ihre Fragestellungen bestimmt. In Trennungs- und Ehesachen können Sie damit rechnen, daß die Beratung  1- 1 1/2 Stunden in Anspruch nimmt und bereits einen Großteil der Problematik auch behandeln kann, bei konkret abgegrenzten Fragestellungen kann die Zeit aber auch kürzer sein, während komplexe Sachverhalte auch längere Zeit in Anspruch nehmen können.

Die Kosten der Erstberatung sind daher nicht immer genau vorherzusagen, die Höchstgebühr nach dem Gesetz beträgt € 190,00 (netto) zzgl. Mehrwertsteuer ohne schriftlichen Vermerk,  sollte sich eine Folgeberatung anschließen, erhöht sich die Höchstgebühr auf € 250,00 (netto) zzgl. Mehrwertsteuer ohne schriftlichen Vermerk.

Die tatsächliche Höhe der Kosten in diesem Rahmen richtet sich nach einer Gesamtbeurteilung der Zeitdauer der Beratung, dem Schwieirigkeitsgrad und der Komplexität der Sachverhalte, dem Wert der Angelegenheit, der Bedeutung der Sache für den Mandanten und nicht zuletzt auch nach dessen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit

In Trennungs- und Scheidungsberatungen wird der Kostenrahmen in der Regel ausgeschöpft, da umfangreiche und komplizierte Sachverhalte zu beraten sind.

In Erbangelegenheiten ist aufgrund der Werte, die den Sachverhalten zugrundeliegen, und den schwerwiegenden Folgen der Entscheidungen auch damit zu rechnen, daß die Kosten der Erstberatung auszuschöpfen sind.

Solte die Beratung ergeben, daß eine Bearbeitung erforderlich ist, kann sich die weitere Gebühr nach dem Wert richten. Es kann sich aber auch anbieten, eine Honorarvereinbarung abzuschließen, wenn z.B. der Wert noch nicht bestimmt werden kann.

Beratungshilfe gibt es im Bezirk des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg nicht, dafür wurde die Öffentliche Rechtsauskunft (ÖRA) eingerichtet. Bitte informieren Sie sich hier.

 

Gegenstandswerte: Für die weitaus meisten Angelegenheiten lassen sich aus den gesetzlichen Vorschriften Werte ableiten, die einer Gebührenberechnung zugrundeliegen. Einige Beispiele für den Wert (Wert bedeutet nicht Gebühren!):

Unterhaltsprozesse: Jahresbetrag des Unterhalts zzgl. Rückstandsbetrag

Ehescheidungen: 3 x gemeinsames Nettoeinkommen zzgl. 10 % davon für jede Rentenanwartschaft im Versorgungsausgleich, ggf. zuzüglich. eines Prozentsatzes des Vermögens, mindestens aber € 3.000,00 allein für die Ehesache

Umgangs- und Sorgesachen: regelmäßig  € 3.000,00, der Wert kann aber vom Gericht erhöht werden

Pfichtteilssachen: Forderungsbetrag

Steht der Wert fest, bestimmt eine gesetzliche Tabelle die Gebühren. Bei der Anwendung der Tabelle kommt dann für die außergerichtliche Tätigkeit zusätzlich eine Abwägung nach Bedeutung, Aufwand, Umfang etc. zum Tragen.

Regelmäßig ist für die außergerichtliche Tätigkeit eine Gebühr mit dem Faktor 1,3 anzusetzen (sog. Mittelgebühr), die gerichtlichen Wertansätze sind zwingend vorgegeben (z.B. meist 1,3 für die Verfahrensgebühr, 1,2 für die Terminsgebühr, 1,0 oder 1,5 für gerichtliche Vergleiche)

Bitte fragen Sie unbedingt nach den Kosten und den Grundlagen, falls dies nicht im Gespräch ohnehin schon zum Thema wird.

 

Honorarvereinbarung: Manchmal läßt sich einer Sache (noch) kein Wert zuordnen, z.B. sind in Erbsachen die Nachlaßwerte zum Zeitpunkt der ersten anwaltlichen Tätigkeit manchmal noch gar nicht bekannt, oder aber eine Bearbeitung ist von sehr kleinem Umfang bei einem sehr hohen Wert - oder umgekehrt.

Diese Fälle, aber auch viele andere, können es sinnvoll machen, eine Honorarvereinbarung zu schließen. Dabei kann eine Pauschale vereinbart werden, ein Stundenhonorar, ein bestimmter Gegenstandswert kann übereinstimmend festgelegt werden oder eine Kombination aus diesen Möglichkeiten kann sich anbieten.

Dies werden wir offen erörtern.

Eine Honorarvereinbarung ist nur wirksam, wenn sie schriftlich geschlossen ist (oder eine mündliche Abrede erfüllt wurde). Kommt eine Honorarvereinbarung nicht zustande, dann tritt automatisch die Abrechnung nach Gegenstandswerten ein.